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Vor dem Impressionismus

Englische Maler

Constable, Turner...

Kunast ab 1840
Barbizon
Turner, Constable...
Ingres, Delacroix
Andere Künste
Gustave Courbet
Camille Corot
Auf dem Weg
Japonismus
Kunst ab 1840
Kunst 1865 - 1886
Kunst Theorie
Die Malerei in der Natur nach 1800 wurde vor den Malern von Barbizon schon in England angewendet. Herausragender Vertreter war John Consrtable, der als ein Vater des Realismus gilt. Ihm und allen seinen Nachfolgern war wichtig, die Wirklichkeit nicht zu "komponieren", wie es bis dahin üblich war, sondern das was er sah, voraussetzungslos zu schlidern. Es war ein Bruch mit der Tradiion. Fast alle Maler aus Barbizon kannten seine Werke, die etwa ab 1830 auf Salons in Paris und im Louvre ausgestellet wurden.

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John Constable

(* 11. Juni 1776 in East Bergholt, Suffolk; † 31. März 1837 in London-Hampstead)

"Mein Licht ist von der Art, die nicht verlöschen kann, weil sie der Natur entstammt!"
(John Consable)


John Constable wuchs in Südengland auf. Trotz eines Studiums an der Royal Academy, war er weitgehend Autodidakt in seiner Malerei.
Seine Heimat bot mit ihren Weiden, Feldwegen, Mühlen, Schleusen und Baumgruppen eine unerschöpfliche Quelle von Motiven. Reisen führten ihn in England nach Brighton, Salisbury und viele andere Orte, die er im Bild festgehalten hat.

Salisbury Cathedral for lower March Close

Moorwiesen bei Salisbury

Er war ein wichtiger Vertreter der romatischen Landschaftsmalerei. Er wollte die Wechselhaftigkeit der Erscheinungsformen der Natur darstellen. John Constable hat die Landschaftskunst des 19. Jahrhunderts geprägt: Delacroix nannte ihn »den Vater unserer Landschaftsmalerei«, Corot, Manet sowie die Maler der Schule von Barbizon studierten begeistert seine Werke. In England selbst war seine Kunst zunächst wenig gefragt. In Frankreich konnte er mit der Teilnahme am Pariser Salon 1824 beachtliche Erfolge feiern.

Brighton Beach with Coal Ships

Manche Bilder hat er in mehreren sehr ähnlichen Versionen gemalt, wie sein bekanntes Bild: "Der Heuwagen":

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Brighton Beach

John Constable - The Leaping Horse

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So sehr einige englische Maler sich schon von der Malerei im Atelier entfernt hatten, die Farben aufgehellt hatten, so sind sie noch immer ein einer Verklärung der Natur verhaftet gewesen. Den malerischen Schritt, die die Impressionisten vollzogen, war noch ein weiter Ferne.
Vollendet wurden die Bilder (vorallem die Ölbilder) immer noch im Atelier, doch waren sie für Pissaro, Monet und andere die Wegbereiter und auch Vorbilder.
Die damals in England hochstehende und anerkannte Aquarellmalerei zeigt aber schon eine Sicht der Landschaft, die von den akademischen Vorgaben einer Ideallandschaft befreit waren.

Der Einfluss Turners auf die Malerei in England dieser Zeit war ebenfalls stark. Auch er gilt als Vorläufer des Impressionismus. Er konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Farbe und das Motiv ohne genau zu zeichnen. Seine immer freiere Malweise stieß bei seinen Zeitgenossen auf Ablehnung, die Bilder wurden allenfalls als Skizzen gesehen. Man kann ihn heute als der Maler bezeichen, der den Übergang zur Moderne begründete. Einer der wahrhaft Großen!

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Joseph Mallord William Turner

(* 23. April 1775 in London; † 19. Dezember 1851 in Chelsea, London)

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Heidelberg

Train, Steam, Speed

William Turner ist 76 Jahre alt geworden. Ein langes künstlerisches Leben von dem über 20.000 Werke zeugen. Es existiert auch ein Foto von William Turner:

Die vorstehende Werke sind beide in seiner Anfangszeit entstanden, die für die hier besprochene Zeit eigentlich noch keine große Relevanz haben, da sich Turners Stil und Interesse ja nach 1800 noch stark verändert hat in die Richtung, die in Barbizon Jahre später angefangen wurde, bei Turner, der ja sehr bekannt war, auch aufgenommen wurde.
Die beiden Bilder oben sind übrigens bei mir am Bildschirm sehr dunkel, das erste hat fast durchwegs eine schwarze Fläche. Wenn man das Original von "Fishermen on Sea" im British Museum sieht, ist es doch sehr viel heller und zeigt viele Details, zumindest in meiner Erinnerung. Aber dieser "Nocturnes" sind wohl eher nur ein Teil in seinem Werk und dabei derjenige, der sich mehr an der Kunst-Vergangenheit orientiert.

Fischermen on Sea

Auch wenn die Bilder von Turner sehr modern wirken, so sind sie vom Impressionismus noch weit entfernt. Alfred Sisley schrieb zu Turner: "Obgleich wir von ihnen manches lernen, bestätigen uns Turner und Constable durch ihre Werke, dass sie die Analyse der Schatten nicht verstanden haben, denn in Turners Malerei sind die Schatten nur als Effekt, als Nichtvorhandensein von Licht behandelt." Monet fand die Arbeiten von Turner gar "unsympatisch" wegen der "überschwenglichen Romantik seiner Phantasie…"

Keelmen Heaving in Coals by Moonlight

Nach 1800 bereiste er viele Länder in Europa. Das hatte auf die Sichtweise seiner Malkunst großen Einfluss. Es entstanden dabei viele wunderbare Werke. William Turner ist auch kreuz und quer durch Deutschland gereist. Ein Kritiker, der eine Ausstellung 1831 in der Royal Academy in London sah, schreib allerdings: "Turner ist der genialste unter den Landschaftsmalern, allein ist er so extravagant, vernachlässigt die Form…" "… zwar mit viel Phantasie verbunden, aber so hingesudelt…"
Man sieht, die Welt damals hatte eine andere Einstellung zur Kunst! Heute gilt er sicher zu den Malern, die in der Kunst einen absoluten Ehrenplatz haben!

Brand des Parlaments

Turner malte das meiste im Atelier. Im Freien entstehen nur schnelle Skizzen. Der Himmel beispielsweise wird sorgfältig "erfunden"
Im Folgenden ein paar graphische Werke ((Wasser- und Deckfarben sowie Bleistift, Kohle und Kreide). Bei der Vielzahl der Bilder wird eine kleine Auswahl immer subjektiv bleiben.

Eine Ansicht von Bregenz

Konstanz

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Ein paar weitere – sicher subjektiv ausgesuchte – wunderbare Beispiele aus der großen Zahl englischer Landschafts-Malerei neben Constable und Turner in der Zeit von 1800 bis 1850.

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David Cox

(* 29. April 1783 in Birmingham; † 7. Juni 1859 in Harbourne bei Birmingham)

Landschaftsmaler und Grafiker, der zuerst Bühnebilder malte. Er war Mitglied der Watercolour Sociey. Er reiste für seine Malerei in England und Wales umher. Er kam auch nach Holland, Belgien sowie Paris. Er war ein erfolgreicher Lehrer seiner Kunst und verfasste auch Bücher darüber.

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David Cox - Country Landscape with a Shepherd and Sheep

David Cox - Waiting for the Ferry Boat

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Peter De Wint

(21. Januar 1784 – 30. Januar 1849)

Er ging bei einem Porträtmaler und Kupferstecher in die Lehre. Hauptsächlich Aquarelle und Grafiken waren sein Metier. Er wurde Mitglied der Waterclolou Society.

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Peter de Wint - Village by a River

Peter de Wint - Clee Hill - Shropshire

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Richard Parkes Bonington

(* 25. Oktober 1802 in Arnold bei Nottingham; † 23. September 1828 in London)

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Mit der Familie zog er 1817 zuerst nach Calais, wo Bonington die Aqualrellmalerei erlente. Danach lebte er bis an sein Lebensende in Paris. Er ist bekannnt durch seine Landschaften, stellte im Pariser Salon mit Auszeichnung aus.

Richard Parker Bonington - On The Coast of Picardy

Richard Parker Bonington - Sunset in the Pays de Caux

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Damit schließt die Beschreibung der englischen Vorläufer des Impressionismus.

Es wären vieleicht noch andere Kunstströmungen aus der Zeit um 1850 zu erwähnen, wie die Präraffeliten (hauptsächlich England) oder die Nazarener (Deutschland - z.B. Friedrich Overbeck).

Friedrich Overbeck - Italia und Germania (Sulamith und Maria)

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Auch die Deutschrömer gehören in diese Kunstkategorie: Hans von Marees, Anslem Feuerbach oder Arnold Böcklin sind die bekannten Vertreter. All diese Künstler orientierten sich aber eher sich an alte Kunststile. Man zählt sie deshalb alle zum Histroismus.

Arnold Böcklin - Die Toteninsel (III)

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Auch in Deutschland und Österreich gab es Vertreter der Romantik, wie Ludwig Richter oder Moritz von Schwind.
Zum Realismus werden in diesen Ländern beispielsweise Wilhelm Leibl oder Hans Thoma gezählt.

Wilhelm Leibl - Die Spinnerin

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Wichtig für die Zeit ist sicherlich die neue Erfindung der Daguerreotypie und die daraus entstehende Fotografie. Sie hatte großen Einfluss auf die Bildende Kunst.

Die erste bekannte Fotografie (Nicéphore Nièpce 1826)

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Zum Abschluss noch eine Karikatur von Honoré Daumier

Honoré Daumier - Kampf der Schulen (Realismus gegen Idealismus)

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