Magrasku
Vor dem Impressionismus

Camille
Corot

Kunast ab 1840
Barbizon
Turner, Constable...
Ingres, Delacroix
Andere Künste
Gustave Courbet
Camille Corot
Auf dem Weg
Japonismus
Kunst ab 1840
Kunst 1865 - 1886
Kunst Theorie

.

Jean-Baptiste Camille Corot

Corot - Foto von Nadar

Das Werk, welches der französische Maler Corot hinterlassen hat, ist ausgezeichnet durch seine Selbstverständlichkeit, seine Unbefangenheit und seine Natürlichkeit. Der Reichtum und die Schönheit seiner zahlreichen Werke bewahren ihm einen der vorderen Plätze europäischer Malerei.

Corot wird 1796 in Paris geboren.
Nach dem Gymnasium in Rouen und einer Tuchmacher-Lehre entschließt er sich zu einer künstlerischen Ausbildung. Historische Landschaftsmalerei im Stil von Nicolas Poussin und Claude Lorraine zu erlernen ist seine erste Station. Er betreibt aber früh eigene Naturstudien beispielsweise in Fontainebleau. Er reist dreimal nach Italien: die erste führt ihn von 1825-1828 nach Venedig, Rom und Neapel. Die zweite Reise 1834 beginnt in Florenz, dann wieder nach Venedig. Später wechselt er zum Garda- und den Comersee. Die Reisen beeinflussen seine Kunst stark. Er entdeckt dort durch das südliche Licht, die Schönheit der Natur und befreit sich von den Fesseln akademischer Vorgaben.

La Cervara - römische Landschaft

Insel und Brücken von San Bartolomeo - Rom

Venedig

Morgenstimmung am Gardasee

In Frankreich bevorzugt er die damals noch nicht so übliche Freilichtmalerei, kommt dabei wieder nach Fontainebleau. Auch nach Barbizon zieht es ihn. Mit den dortigen Malern, besonders mit Daubigny und Theodore Rousseau, bestand eine herzliche Freundschaft. Die Poesie seiner Bilder mochte ihnen aber allen nicht gelingen.
Offiziell malt er allerdings in einem "historischen" Stil, hat damit aber zunächst keinen großen Erfolg. Zunehmend malt er Portraits. Ab 1843 wendet sich das Blatt, man beginnt ihn zu beachten.

Portrait einer Frau

Zwei Italiener

Eine dritte Reise nach Italien unternimmt er 1843, doch da hat er schon Anerkennung durch die Kritik und das Publikum erfahren. Beaudelaire lobt ihn öffentlich. Gemäß der Aussage von Constable, dass die Malerei, "das Licht, den Tau, die Brise, das Blühen und die Frische" suchen müsse und man deshalb den Doktrinen und Systemen keine Beachtung schenken dürfe, verließ Corot die eingefahrenen Gleise klassizistischer akademischer Mallerei und schuf eine besondere Darstellung des Lichtes mit ganz eigener Athmosphäre. Allerdings war er sehr zurückhaltend mit der Veröffentlichung dieser Malerei, weil er sie erst sehr spät in seinem Leben herzeigte.
Man kann seine Landschaftsmalerei als Prolog zum Impressionismus sehen.

Kastanienwald

Auf dem Weg von der Kirche

Hafen von La Rochelle

Der Durchbruch kommt 1855, als er mit der Bezeichnung "poetische Landschaft" seine Bilder präsentiert, die sich keiner alten Schulrichtung zuordnen lassen, sie waren frei von jedem äußerem Einfluss. Seine Palette bestand aus wenigen tonigen Farben: Ocker, Braun und Grüntöne, in einer besonderen Ausdrucksweise des Malstils. Er erreicht in seinen Bildern eine Stimmung ländlicher Einsamkeit und verzauberter Ruhe.

Landschaft bei Coubron

Landschaft

Angler

Es ist eine einfühlsame und warmherzige Malerei, in Kunst und Technik eine sehr eigenständige Art, wie sein ganzes Wesen! Die Klarheit, Ehrlichkeit und Feinheit der großartigen Werke, die durch idyllische Ruhe und eine fromme Heiterkeit geprägt sind, zeigen eine ergreifende Sicherheit eines begnadeten Auges. In seinen Werken ahnt man einen Mythos der Unsterblichkeit.

"confiance et conscience"
war sein Wahlspruch

Courbet und Corot waren freundschaftlich verbunden, wenn auch Courbet sein überbordendes Ego damit ausdrückte, dass er meinte, von allen lebenden Maleren sei er doch der Größte und weit abgschlagen auf zweitem Platz sei Corot zu finden. Einmal sah Courbet Corot in freier Lendschaft beim Malen zu und bemerkte dann: "ich sehe keine Menschen hier weit und breit, wie sie auf dem BIld sich finden!" Worauf Corot nur antwortete:"ich sehe sie schon!"

Tanz der Nymphen

Le Concer champrêtre

Weitere Landschaftsbilder:

Brücke von Narni

Chatedrale von Mnates

Brücke von Mantes

Die Gicht bestimmt die Arbeit seiner letzten Lebensjahre. Er malt nun mehr Frauenportraits. An alle - auch die früheren - Portraits geht er heran, wie an seine Landschaften: schauen, so sein lassen, versuchen das Wesen zu ergründen und die eigenen Gefühle beachten.

Mutter mit Kind

Bei der Toilette

Dame in Blau

Mönch

Corot stirbt 1875, ein Jahr nach der ersten Ausstellung der Impressionisten. Seine Malerei gehört noch nicht zu diesem revolutionären Malstil, doch hat er wohl Einfluss darauf gehabt und gilt als Vorläufer. Für Manet, Bonnard, Renoir, Sisley und van Gogh u.a. war er großes ehrliches Vorbild, mit seinen verwandten künstlerischen Impulsen und Anschauungen.

Noch ein paar Beispiele aus Corots vielseitigem Schaffen:

Melancholie

Wie in fer Zeit üblch war auch der Akt ein wesentliches Thema, wenn auch mythisch verbrämt.

La Toilette

Diana

Corot beim Malen inder Lnadschaft ca 1871: