Magrasku

Kunst ab 1840
Kunst 1865 - 1886

Vor dem Impressionismus

Akademisch

Kunast ab 1840
Barbizon
Englische Maler
Ingres, Delacroix
Nazaarner u. a.
Gustave Courbet
Camille Corot
Japonismus
Auf dem Weg
Ingres, Delacroix...
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Betrachtet man den Zeitraum von etwa 1840 an, als die Maler in Barbizon anfingen neue Wege zu gehen, bis zur Jahrhundertwende 1900 (und auch später) aus heutiger Sicht, so verbinden wir das wohl hauptsächlich mit dem Impressionismus und seinen Vorläufern, sowie den folgenden auf den revolutionären Sichtweisen aufbauenden Strömungen, wie Postimpressionismus oder den Nabis. Künstler wie Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne, Vincent van Gogh oder Pierre Bonnard, um einige zu nennen, sind heute von allen anerkannt.

Zu ihren Lebzeiten waren sie jedoch in der Kunstwelt nur Randerscheinungen, die "offizielle" Kunst zählte ganz andere Namen auf. Heute sind sie weniger bekannt. Die allgewaltigen Akademien mit ihren etwas altmeisterlichen Lehren, sorgten bei ihren offiziell anerkannten Vertretern für ein fürstliches Auskommen. Also für hohe Anerkennung derjenigen, die sich dem damals vorherrschenden akademischen Stil verschrieben hatten. Ein Stil, der sich auf die Art der Malerei von vor 1800 konzentrierte und nichts anderes zuließ. Eine Malart, die zwar technisch perfektioniert wurde, sich jedoch weiter mit Themen der Mythologie, Schlachtengetümmel oder idealisierten Körperdarstellungen beschäftigte. Eine im Alten verhaftete, das idealisierte Vergangene bewahrende Malart, die die Gegenwart ausklammerte und mit ihrer ständigen Wiederholung (aus heutiger Sicht) leblos wurde.

Um die damalige geringe Wertschätzung impressionistischer Malerei anzudeuten: Caillebotte, einer, der an den Ausstellungen des Impressionismus teilnehmende, aber nicht so berühmt gewordene Maler, hatte 65 Werke seiner Kollegen gesammelt und die dem Staat bei seinem Tode im Jahre 1894 vermacht. Es folgten dreijährige Verhandlungen, weil der Staat die Bilder nicht haben wollte. Es wurde ein Kompromiss erzielt, aber einen großen Teil der damals noch immer als "Schmutz" bezeichneten Werke, wies der Staat zurück. Heute sind diese Bilder wohl unbezahlbar.

Hier nun Beispiele der damals anerkannten akademischen Kunst:

Alexandre Cabanel - Ophelia
1883 - 77 x 117 cm Öl auf Leinwand
Privatsammlung

Jean Paul Laurens - The Excommunication of Robert the Pious
1875 - 130 x 218 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay, Paris >

Léon Bonnat - Idylle
1890 - 202 x 122 cm - Öl auf Leinwand
Musée Bonnat-Helleu, Bayonne >

William Bouguereau - The Birth of Venus
1879 - 300 x 218 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay, Paris >

Ernest Meissonier - Belagerung von Paris
1870 - 54 x 71 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay, Paris >

Thomas Couture - Damokles
1866 - 205 x 156 cm - Öl auf Leinwand
Musée des Beaux Arts de Caen >

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Die etablierten Künstler der damaligen Zeit beriefen sich alle auf zwei Männer als Vorbilder: Ingres oder Delacroix

Der eine, Ingres, wird dem Klassizismus zugerechnet, während Delacroix eher ein Romantiker war, obwohl er selbst das nicht so sah. So unterschiedlich ihre künstlerischen Auffassungen waren, die sie auch vehement vertraten, waren sie doch absolut prägend für die offiziell anerkannte Malerei.

Karikatur zur unterschiedlichen Sichtweise von Delacroix und Ingres:
Delacroix: "Linie ist Farbe!" Ingres: "Farbe ist Utopie. Lang lebe die Linie!"

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Jean-Auguste-Dominique Ingres
*29.8.1780 (Montauban) - † 14.1.1867 (Paris).


Inges 1856

Ingres zeichnete eine außerordentliche handwerkliche Meisterschaft aus und scharfe Auffassungsgabe für Persönlichkeit und die präzise klassizistische Linienführung. Er malte ohne nachlassende Kraft bis ins hohe Alter. Mit 82 Jahren schuf er sein berühmtes Bild "Das türkische Bad" (1863), das den Höhepunkt seiner unvergleichlichen Darstellungen von Frauenakten bezeichnet.
Baudelaire sagte zu den Bildern, Ingres glaube, „daß die Natur korrigiert, verändert werden müsse“ und daß die „glückliche Trickserei“ seine Pflicht sei...".
Die Gemälde von Ingres sollen eben keine Fenster zur Welt sein. Ingres wurde als Bewahrer der Tradition gesehen.

Le Bain Turc
1862 - 108 x 110 cm - Öl auf Leinwand
Musée du Louvre, Paris >

Jeanne d'Arc au cauronnement de Charles VII
1854 - 240 x 178 cm - Öl auf Leinwand
Musée du Louvre, Paris

Une Odalisque
1814 - 92 x 162 cm - Öl auf Leinwand
Musée du Louvre, Paris

Joséphine-Éléonore-Marie-Pauline de Galard de Brassac de Béarn,
Princesse de Broglie
1851/53 - 121 x 91 cm - Öl auf Leinwand
Metropolitan Museum of Art, New York >

Roger délivrant Angélique
1819 - 147 x 190 cm - Öl auf Leinwand
Louvre, Paris >

La Grande baigneuse
1808 - 146 x 96 - Öl auf Leinwand
Louvre, Paris

Vierge de l'Adoption
1858 - 69 x 56 cm - Öl auf Leinwand
National Gallery of Victoria, Melbourne >

La vierge adorant l'hostiee
1852 - 40 x 33 cm - Öl auf Leinwand
Metropolitan Museum of Art, New York >

Zeichnung von Edgar Degas: Ingres als Akademiemitglied.

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Ferdinand Victor Eugène Delacroix
* 26.4.1798 (Charenton-Saint-Maurice) - † 13.8.1863 (Paris)

Foto von Nadar: Delacroix

Delacroix stellte alljährlich im Pariser Salon Gemälde aus, deren leidenschaftliche Sujets Aufsehen erregten und nicht selten schockierten. Sein Schaffen war enthusiastisch, mit technischer Souveränität. Er arbeitete unermüdlich, die Kunst war sein zentrales Denken und Leben.

Seine Beziehung zur Welt war von grundlegender Skepsis und Menschenverachtung geprägt. Die Bilder zeigen eine Fülle des Grauens: Einsamkeit, Furcht und Verzweiflung, Feuer und Rauch machen Städte erdbodengleich, vergewaltigte Frauen, aufgeschlitzte Kehlen, von Pferden erdrückte Kinder.
"Kunst ist nicht, wie populär angenommen wird, eine Art, von Inspiration, von der niemand weiß, woher sie kommt und die von Zufallen abhängig nur die malerische Oberfläche der Dinge darstellt. Es ist vielmehr die Vernunft selbst, verschönert durch das Genie in einem notwendigen Verlauf und bestimmt durch höhere Gesetze." (Delacroix)

Le 28 Juillet. La Liberté guidant le peuple
1830 - 260 x 325 cm Öl auf Leinwand
Louvre, Paris >

La Barque de Dante
1822 - 189 x 244 cm - Öl auf Leinwand
Louvre, Paris >

La mort de Sardanapale
1827/28 - 395 x 495 cm - Öl auf Leinwand
Louvre, Paris >

Femmes d’Alger dans leur appartement
1834 - 180 x 229 cm - Öl auf Leinwand
Louvre, Paris >

La Chasse aux lions au Maroc
1855 - 81 x 100 cm - Öl auf Leinwand
National Museum, Stockholm >

Fleurs nature morte
1834 - 74 x 93 cm - Öl auf Leinwand
Belvedere, Wien >

Jeune opheline au cimetière
1824 - 60 x 50 cm - Öl auf Leinwand
Musée du Louvre, Paris
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