Magrasku

Kunst ab 1840
Kunst 1865 - 1886

Vor dem Impressionismus

Auf dem Weg

Kunast ab 1840
Barbizon
Englische Maler
Ingres, Delacroix
Deutschland u. a.
Gustave Courbet
Camille Corot
Japonismus
Auf dem Weg

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Entwicklungen, die zum Impressionismus führten

Claude Monet verlebte seine Jugend in Le Havre. Seine künstlerische Laufbahn begann er mit Karikaturen, die er mit einigem Erfolg in einer dortigen Bilder-Rahmenhandlung ausstellte und verkaufen konnte. Was ihn zunächst ärgerte, in den Schaufenstern der Handlung wurden auch Bilder eines Eugène Boudin gezeigt, die Monet als absolut scheußlich ansah.
Diese Meinung änderte sich, als die beiden sich kennenlernten und Boudin ihn aufforderte, mehr als nur diese Karikaturen zu zeichnen, denn das Talent Monets hatte Boudin sofort erkannt.
Es dauerte doch noch eine Weile, bis Monet seine abschätzige Meinung änderte und dem Älteren in die Natur folgte, zusah und dabei lernte zu sehen und das zu malen, was er sah.

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Eugène Boudin
* 12. Juli 1823 in Honfleur; † 8. August 1898 in Deauville

Eugène Boudin

Bevor Boudin zur Malerei kam, hatte er schon einige berufliche Stationen durchschritten. Daneben hatte er einige Bilder gemalt und Jean-François Millet ermutigte ihn, sich ausschließlich der Kunst zu widmen. Er studierte dann in Paris, reiste nach Prag, Venedig, Flandern und Südfrankreich. Der Heimat Normandie blieb er aber sein Leben lang treu. Er lernte auch Courbet und andere Maler kennen.
Er nahm vielfach am Pariser Salon teil und auch an der ersten Impressionisten Ausstellung im Jahr 1874.

Temps de baignade à Deauville
1865 - 35 x 58 cm - Öl auf Holz
National Gallery of Art, Washington. >

La route de Trouville (près du Butin), Honfleur
ca. 1855/60 - 57 x 83 cm - Öl auf Leinwand
Muma (Musée d'Art moderne André Malraux) Le Havre
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La jetée de Trouville
1869 - 65 x 93 cm - Öl auf Leinwand
The Burrell Collection, Glasgow

La Plage
1864 - 42 x 59 cm - Öl auf Leinwand
Art Gallery of New South Wales, Sydney (Australien) >

Hatten die Künstler von Barbizon die freie Natur entdeckt, um zu malen, so waren sie aber nicht ganz konsequent und führten die Hauptsache zuhause aus und beendeten ihre Bilder immer wieder im Atelier.
Für Boudin hatte das "was man im Freien malt, stets mehr Kraft, Frische und Lebhaftigkeit des Pinselstrichs..." Seine Arbeit führte er deshalb in der Natur aus, vielfach am Meer.

Portrieux
1874 - 54 x 88 cm - Öl auf Leinwand
Magyar Szépmüvészeti Múzeum, Budapest >

Le Bassin du Commerce au Le Havre
1878 - 38 x 55 cm - Öl auf Holz
MuMa, Le havre
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Le port de Trouville
1873 - 31 x 58 cm - ÖL auf Holz
National Galleries Scotland >

Boudin sagte zu Monet: "Studieren Sie, lernen Sie schauen und malen; zeichnen und malen Sie Landschaften! Meer und Himmel, Tiere, Menschen und Bäume sind so schön, wie die Natur sie geschaffen hat, in ihrer Eigenart, ihrer Echtheit in Licht und Luft."
Monet meinte dazu: "Mit unendlicher Geduld übernahm Boudin meine Erziehung. Langsam öffneten sich meine Augen und ich begann die Natur wirklich zu begreifen, zugleich lernte ich sie auch zu lieben!"

Die Impressionisten sahen in Eugène Boudin einen ihrer unmittelbaren Vorgänger und Vorbilder für ihre neuen Ideen, die er ein wenig vorwegnahm.

Parc Cordier à Trouville
1880/85 - 51 x 62 cm - Öl auf Leinwand
Museu Nacional d'Art de Catalunya, Barcelona >

Crépuscule sur le bassin du Commerce au Havre
1892/94 - 40 x 55 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'art moderne André Malraux - MuMa, Le Havre >

Laveuese sur la plage d'Etretat
1894 - 37,2 x 54,9 cm - Öl auf Holz
National Gallery of Art, Washington >

Trouville. Scene de Plage
1880 - 17,5 x 35 cm - Öl auf Holz
Privatbesitz

Boudin beim Malen

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Im Zusammenhang mit den Wegbereitern des Impressionismus muss neben Boudin auch Johan Jongkind genannt werden. Ein Niederländer, ein Vorläufer der Impressionisten – eine rein französische Erfindung war es dann wohl nicht...

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Johan Barthold Jongkind
* 3. Januar 1819 in Lattrop (Overijssel); † 9. Februar 1891 La Côte-Saint-André

Johan Jongkind

Jonkind lebte in seiner produktiven Zeit vorwiegend in Frankreich (Paris, Bretagne). Man kann ihn als Bindeglied zwischen Corot und Monet sehen, auf Letzteren hat er auch zusammen mit Boudin, mit dem er eng befreundet war, einigen Einfluss ausgeübt. Ein frühes Vorbild, wie aus Monets eigenen Aufzeichnungen zu erfahren ist.

Scène d'hiver en Hollande
1846 - 55 x 79 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay, Paris >

Chantier naval
1852 - 43 x 60 cm - Öl auf Leinwand
Philadelphia Museum of Art >

Moulin près de Delft
1857 - 56 x 42 cm - Öl auf Leinwand
Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid >

Vue de Notre-Dame, Paris
1864 - 42 x 56 cm - ÖL auf Leinwand
The Ashmolean Museum of Art and Archaeology, Oxford

Paysage en Normandie
1859 - 42 x 56 cm - Öl auf Leinwand
Wallraf-Richartz-Museum, Köln
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Zola schrieb über Jonkind: "Jongkind ist sicher kein Meister des prachtvollen und monumentalen Stils, sondern ein Meister des Tiefinnersten, der mit einer seltenen Geschmeidigkeit das vielschichtige Leben der Dinge durchdringt."
Auch Jonkind erlernte erst einen anderen Beruf in einem Notariat. Bald zog es ihn aber zur Kunst. Ausgebildet in Holland, kommt er nach Paris, wo er Courbet, Millet und vorallem Corot kennenlernt, deren Malerei wichtige Stationen für sein eigenständiges Werk werden. Große Erfolge und völlige Missachtung in der Kunstwelt und den Salons wechseln sich ab. Im Gegensatz zu Boudin hat er nie an einer Impressionistenausstellung teilgenommen, obwohl er ihnen doch so nahe stand.
Die Alkoholsucht, die ihn lange in Bann hielt, kann er am Ende seines Lebens nicht zügeln und von einem Schlaganfall im Jahr 1891 erholt er sich nicht mehr.
Signac lobte ihn als einen ersten "wunderbaren Wegbereiter" des Impressionismus, Monet nannte ihn einen "Lehrer im Sehen", Pissarro und Manet verehrten ihn sehr. Er ist aber für lange Zeit in Vergessenheit geraten. Heute fängt man wieder an, ihn zu beachten und zu schätzen.

La Seine et Notre-Dame de Paris
ca 1864 - 42 x 56 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay, Paris >

Paysage d'hiver
1871 - 21,9 x 32,4 cm - Öl auf Leinwand
Privatsammlung

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Die Photographie

Wie kurz in einem anderen Teil erwähnt, spielen die Erfindungen, die zur Photographie führten, eine ganz erhebliche Rolle auf dem Weg zum Impressionismus. 1839 wird die Photographie von Louis Jacques Mandé Daguerre (* 18. November 1787 in Cormeilles-en-Parisis; † 10. Juli 1851 in Bry-sur-Marne) zum Patent angemeldet, auch wenn es von Joseph Nièpce schon eine ältere Aufnahme von 1826 gibt. Daguerre entwickelte jedoch eine praktikable Art der Photographie.

Louis Daguerre

Erste Photografie von Daguerre (1837)

Gilt als erste Aufnahme auf der ein Mensch zu sehen ist. (1838)

Der Mann verharrte, vielleicht beim Schuhebinden lange genug an der gleichen Stelle

1856 wurde der Lichtdruck von Louis-Alphonse Poitevin unter der Bezeichnung Collotypie entwickelt, bei der Fotos mit einem Runzelkorn in erstaunlicher Genauigkeit gedruckt werden konnten. Das wurde von Joseph Albert im Jahr 1867 perfektioniert. Viele Photographische Postkarten aus der Zeit sind in diesem Verfahren gedruckt.

Die Gemeinsamkeit für diese damals neuen Verfahren waren:
Ursache für die Bilder ist das Licht
und die Grundstruktur für das Bild ist der Punkt oder Korn bzw ein Raster.
Die Fotografie zeigte den Menschen aber auch den eingefangenen kurzen Augenblick aus der Realität.

Für die kommenden Impressionisten waren das wichtige Aspekte für ihre Kunstauffassung. Auch sie versuchten den Augenblick einzufangen. Auch sie lösten den präzisen Strich, die Zeichnung langsam auf.
Der Photographie waren sie aber noch lange in den Bereichen Farbe und dem Format der Bilder weit überlegen. Einige der Künstler nutzten auch die neuen Möglichkeiten, die sich durch die Photografie ergaben.

Was für neue Bilder waren das - kein Maler hätte vorher je so ein Pferd darstellen können. Nicht nur Degas hat diese neue Sichtmöglichkeit der Photographie in seiner Malerrei genutzt.

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Académie Suisse
Die Impressionisten lernen sich kennen.

In den Jahren etwa ab etwa 1859 lernten sich die großen noch jungen und lernbegierigen Impressionisten gegenseitig in Paris kennen. Monet, der über Eugène Boudin zu einer freieren Malerei gekommen war, fuhr nach Paris, sah die Bilder von Corot und Troyon, die ihn sehr beeindruckten.

Constant Troyon - Le marais
1840 - 93 x 140 cm - Öl auf Leinwand
Art Institute Chicago >

Claude Monet - Cour de ferme en Normandie
ca. 1863 - 65 x 81 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay >

In der L'Académie Suisse begegnete Monet Camille Pisarro. Das war keine Akademie sondern mehr ein Studio, in dem gegen geringe Gebühr beispielsweise Aktstudien gezeichnet und gemalt werden konnten. Camille Pissarro war von Corot beeinflusst und malte anfangs in diesem Stil.

Camille Pissarro - Route vers Port-Marly
1860/67 - 22,9 x 33,7 cm - Öl auf Holz
The Fitzwilliam Museum, Cambridge >

Von Édouard Manet wurden zwei Bilder im Salon angenommen, eines ist der "Spanische Sänger", der trotz einer schlechten Plazierung für Aufsehen sorgte.
Manet lernte auch zu dieser Zeit Edgar Degas kennen, als dieser im Louvre an einer freien Kopie arbeitete. In der menschlichen Art, der Boheme etwas abgeneigt, sehr ähnlich, wurden die beiden bald enge Freunde. Degas hatte auf Reisen nach Italien Malerei erlernt und war noch dem Stil von Ingres verpflichtet, was er aber bald aufbrach. Für beide war die Académie Suisse nicht der richtige Ort.

Edouard Manet - Le chanteur espagnol
1860 - 147 x 114 cm - Öl auf Leinwand
Metropolitan Museum of Art, New York >

Eduard Manet - Concert aux Tuileries
1862 - 76 x 118 cm - Öl auf Leinwand
National Gallery, London >

Edgar Degas - Portrait de famille
La famillle Bellelli
1859 - 200 x 250 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay >

Edgar Degas - Aux courses. Le début
1860/62 - 33 x 47cm - Öl auf Leiwnand
Fogg Art Museum, Cambridge, Massachusetts >

Pissarro machte viele Studien in der Umgebung von Paris, ließ sich aber immer wieder in der Académie Suisse sehen. Dort wurde er auf Paul Cézanne aufmerksam. Cézanne war aus Aix-en-Provence gekommen, um Malerei zu studieren.

Camille Pissarro - La Hermitage à Pontoise
ca 1867 - 151 x 200 cm - Öl auf Leinwand
Solomon R. Guggenheim Museum, New York >

Paul Cézanne - Les Saisons
Le Printemps, L'Eté, L'Automne, L'Hiver
ca 1860 - je 314 x 105 cm - Öl auf Leinwand
Petit Palais, Paris >

1862 erklärte sich Courbet bereit ein Atelier bereitzustellen, ähnlich wie eine Werkstatt, in der die jungen Künstler lernen konnten. Ein Lehrer wollte Courbet aber nicht sein, dennoch hatte das Atelier großen Zulauf von angehenden Impresionisten, deren eigener impressionistische Stil noch gefunden werden musste .

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Auf dem Weg zum Impressionismus 1862/63

Der zur Erholung vom Militäreinsatz in Algerien heimgeschickte Monet lernte 1862 Jongkind in Le Havre kennen. Jonkind erweiterte bei Monet die Sicht auf die Malerei, die er bei Boudin erlernt hatte.
Monets Vater ermöglichte nach einiger Diskussion eine Ausbildung in Paris, erwartete aber, dass ein "bekannter Meister" ihn in sein Atelier aufnähme und Malerei lehre. Er bekam einen "künstlerischen Vormund", Auguste Toulmouche, der ein Cousin von Monet war. Dieser empfahl Charles Gleyre als Lehrer.

Auguste Toulmouche - Vanité
ca 1870 - 73 x 48 cm - ÖL auf Leinwand
Privatsammlung

Charles Gleyre - Le bain
1868 - 90 x 63 cm - Öl auf Leinwand
The Chrysler Collection, Norfolk, Virginia >

Auch wenn Monet sich im Atelier Gleyre nicht wohl fühlte, ging er dort hin, um den Forderungen des Vaters Genüge zu tun. In dem Atelier tauchte ein junger Pariser auf: Auguste Renoir. Monet und Renoir wurde Freunde. Dazu stieß auch Alfred Sisley - als Sohn englischer Eltern in Dünkirchen geboren, besonders der Malerei von Turner und Constable zugetan. Als Weiterer gesellte sich Frédéric Bazille dazu. Die vier bildeten in Gleyres Atelier eine eigene Außenseiter-Gruppe, da sie sich in der Malart vom Lehrer und den anderen Schülern stark unterschieden.

Claude Monet - Les collectioneurs de bois sur le bord de la forêt
1863 - 60 x 90 cm - Öl auf Holz
Museum of Fine Arts, Boston >

Auguste Renoir - Retour d'une partie de bateau
1862 - 51 x 61 cm Öl auf Leiwand
Privatsammlung

Alfred Sisley - L'avenue des châtaignes à Celle-Saint-Claude
1865 - 125 x 205 cm - Öl auf Leinwand
Musée du Petit Palais, Paris >

Frédéric Bazille - La robe rose
Vue de Castelnau-le-Lez
1864 - 147 x 110 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay >

Gleyre war im Grunde ein sehr nachsichtiger Lehrer und Renoir sagte später einmal über ihn: Gleyre "habe eigentlich seinen Schülern nicht geholfen, er hätte aber den Vorzug gehabt, sie nach ihren Neigungen arbeiten zu lassen." Die angehenden Impressionisten hatten dort fast alle Freiheiten, ihrem Lehrer gegenüber empfanden sie aber großen Respekt.

Bazille und Monet malen zusammen in Fontainebleau und ziehen 1863 nach Honfleur.
Bazille fällt 1870 im Krieg, erlebt also die erste Impressionisten-Ausstellung nicht mehr.
Seine Malweise erinnert an Courbet und seinen engen Freund Éduard Manet.

Frédéric Bazille - Réunion de famille - Portraits de famille
1867/68 - 152 x 230 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay >

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Salon des Refusés - 1863

Zum Salon des Jahres 1863 hatten 3000 Künstler etwa 5000 Kunstwerke eingereicht. Das ergab sich, weil vorher eine Beschränkung von höchstens drei Bildern pro Künstler verkündet worden war. Die Jury wies dann aber drei Fünftel der Werke zurück.
Es entstand eine massiver Kritik an der Jury, die bis zum damaligen Kaiser Napoleon III vordrang. Er ordnete an, dass ein großer Teil der zurückgewiesenen Werke in einer gesonderten Ausstellung gezeigt werden sollte, auch wenn er die Bilder selber als ausgesprochen hässlich empfand.
So entstand der "Salon des Refusés". Allerdings mischte sich die Jury des Salons bei der Hängung der Bilder wieder ein und platzierte Kunstwerke, die sie als besonders schlecht empfand, an herausragenden Stellen. Die Absicht war ja, dem Publikum zu zeigen, wie miserabel diese "Refusierten" sind und um die kritisierte Entscheidung der Jury im Salon zu rechtfertigen.

Unter anderem waren Bilder in dieser Ausstellung zu sehen von: Eduard Manet, Gustave Courbet, James McNeill-Whistler und auch Johan Barthold Jongkind, Camille Pissarro, Paul Cézanne, Armand Guillaumin, Felix Bracquemond sowie des Malers Henri Fantin-Latour. Auch wenn einige von den Genannten nie an einer Impressionisten-Ausstellung teilgenommen haben, so sind sie doch diesem Kreis im weiteren Sinne zuzurechenen oder sind ihre Lehrer oder Vorbilder.
Ein Bild erregte großes Aufsehen: Eduard Manet: "Le Bain", später bekannt als "Frühstück im Grünen".

Édouard Manet - Le Déjeuner sur l'herbe
1863 - 208 x 264 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay, Paris >

Er stellte noch weitere Bilder aus, beispielsweise: "Mlle Victorine im Kostüm eines Stierkämpfers". Beide Werke gelten heute alle als besondere Beispiele impressionistischer Kunst, damals lachte man darüber.

Édouard Manet - Mlle Victorine en costume d'un torero
1862 - 165 x 128 cm - Öl auf Leiwand
Metropolitan Museum of Art, New York
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Von James McNeill-Wistler war "Symphony in White, No. 1" ausgestellt.

James McNeill-Wistler - Symphony in White, No. 1
Portrait of Joanna Hiffernan
1861/62 - 215 x 108 cm - Öl auf Leinwand
National Gallery of Art, Washington >

Johan Barthold Jongkind - Ruines du Château de Rosemont
1861 - 34 x 56 cm - Öl auf Leinwand
Musée d'Orsay >

Henry Fantin-Latour - Buré
1863 - 98 x 131 cm - Öl auf Leinwand
Musée de Beaux Arts Montreal, Canada >

Im offiziellen Salon des gleichen Jahres war das schon mal erwähnte Bild von Cabanel "Geburt der Venus" zu sehen... Das war eben die gängige anerkannte Kunst zu der Zeit!

Alexandre Cabanel - Naissance de Vénus
1863 - 130 x 225 cm - Öl auf Leinwand
Musée d’Orsay >

Für den Salon des Jahres 1865 war die Jury etwas milde gestimmt und so kamen einige der späteren Impressionisten und dem Nahestehende in die Ausstellung. Neben Eduard Manet, der seine "Olympia" ausstellte, waren beispielswiese vertreten: Henry Fantin-Latour, Claude Monet, Auguste Renoir, Camille Corot, Alfred Sisley und Camille Pissarrro. Zum ersten Mal taucht hier eine Schülerin von Corot auf: Berthe Morisot.

Die Hängung war, wie damals üblich, sehr eng und auch übereinander, wie die Fotos aus dem Salon 1865 zeigen.

Da die Maler in alphabetischer Reihenfolge gezeigt wurden, kam es dazu, dass Manet und Monet in einem Raum zu sehen waren. Die beiden kannten sich bis dahin nicht und Manet lehnte ein Kennenlernen ab. Vielleicht auch deshalb, weil seine Olympia sehr schlecht beim Publikum aufgenommen wurde, während Monets Landschaften eher lobend erwähnt wurden. Es kam wegen der ähnlichkeit der Namen auch zu einigen Verwechslungen. "Ich wurde nur zu einem Bild beglückwünscht, das nicht von mir ist. Man könnte glauben, es handele sich um einen schlechten Scherz!" sagte Manet.

Eduard Manet - Olympia
1863 - 130 x 190 cm - Öl auf Leinwand
Musée d’Orsay >

Claude Monet - La Pointe de la Hève à marée basse
1865 - 90 x 150 cm - Öl auf Leinwand
Kimbell Art Museum, Fort Worth >

Berthe Morisot - Étude au bord de l'eau
1864 - 60 x 73 cm - Öl auf Leinwand
Privatsammlung

Camille Pissarro - Les bords de la Marne à Chennevières
1864/65 - 91 x 145 cm - Öl auf Leinwand
National Galleries Scotland, Edinburgh >

Manet musste auch den bitteren Spott in den Zeitungen über sich ergehen lassen, die Karikaturen seines Werkes zeigten.

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